Die 3 Königreiche

Korea war geteilt in drei Königreiche:

Koguryo im Norden
Paikje im Südwesten
Sel Loi im Südosten
Jeder König hatte seine Leibgarde, die sich aus disziplinierten und in den Kampfkünsten geschulten Männern zusammensetzte.

Alle drei Reiche wurden im letzten Jahrhundert v.Chr. gegründet:

1. Paikje 18 v.Chr. , König Ondscho
In dieser Zeit war Chung Dai Bup (Abwehr mehrerer Angreifer) sehr verbreitet
2. Konguryo ca. 37 v.Chr., von Feldherr oder (General) Ko Tschumong gegründet
Er entwickelte andere Richtungen der koreanischen Kampfkunst Subak (in etwa Judo oder Ringen), Kwonbop (ähnlich dem Karate), Doo Kyung Bub (ein Kampf ohne Waffen und Regeln).
Überliefert auf Wandzeichnungen in Palästen oder (Burg Whan Do) in Grabkammern, z.B. Samsilchong
3. Sel La ca. 57 v.Chr.
Das kleinste der drei Reiche, zum Überleben der Übergriffe in den nächsten Jahrhunderten entwickelten sie Kriegs- und Kampfkünste von hohem Stellenwert. Es entstanden eine Fülle von bewaffneten und unbewaffneten Kampfkünsten, wie z.B. Subak, Bong Sul, Son Chikki Sul, Bus Chai Sul und andere mehr.


24 n.Chr., Fürstentum Kara wird von Fürst Kim Suro gegründet. Der japanische Feldherr Kena besetzte Kara und nannte es Myamoto. Es gab einen regen Kulturaustausch und man sagt, dass die Japaner von hochentwickelten Schwertherstellungsverfahren profitiert haben.

300 n.Chr. wurde im Reich Paikje eine Kampfkunstschule errichtet in der Familie des Gründer (König Bi Ryu) und sein Gefolge (Adelsklasse Jang-Ban) wurde in Kampfkunst unterrichtet, ebenso die Sun Bi (Elitekrieger). Wenig später wurde auch in Koguryo eine Schule gebaut, an der Kampf- und Kriegskunst für die herrschende Klasse gelehrt wurde.

Ab dem 4. Jahrhundert wurden die koreanischen Kampfkünste durch den im Land stärker werdenden Buddhismus beeinflusst, z.B. in China und Indonesien. Der Buddhismus kam von Norden nach Süden durch das land und hinterließ in der Kampfkunst seine Spuren. Während im Norden die Fußtechniken favorisiert wurden (Tae Kyon), hatte der Süden die Handtechniken perfektioniert.

Im 5. Jahrhundert n.Chr. verbündeten sich die beiden Reiche Paikje und Sel La gegen Koguryo. Die Sun Bi Krieger kamen an den Hof von Sel La, um dort ihr Wissen in Kampfund Kriegskunst (Kung Jung Mu Sul) zu vermitteln.

Die buddhistischen Mönche Kyomik und Kaekyon errichteten im Königreich Paikje verschiedene buddhistischen Schulen und Kampfkunstzentren, um diesen Glauben zu verbreiten. Es wurde hauptsächlich Bulkyo Mu Sul gelehrt, sodass sich im Laufe der Zeit Sado Mu Sul mit Kung Jung Mu Sul vermischte.

Da die Mönche nach ihrem Glauben nicht töten sollten, mussten sie ein System schaffen, dass ihnen ermöglichte, ihren Gegner schnell und wirksam auszuschalten, ohne ihm das Leben zu nehmen. Die Kampftechnik war sehr defensiv. Es gibt Hinweise, dass am Anfang auch die 108 Kampfkunstübungen der Shaolin gelehrt wurden zur Ertüchtigung von Körper und Geist. Bulkyo Mu sul wurde spezialisiert, Bong Sul E Pong-Sul (Stockkampf), Ju Pang E Sul (Stockfechten, Einsatz von Spazierstöcken), Mok Sul (Hebeltechniken), Chim Goo Sul Bub (Schlag- und Druck auf Nerven und Muskeln).

Ca. 550 n.Chr. wurde Paikje im Kampf gegen Koguryo von Japan unterstützt, sodass nach einem langen Krieg Koguryo erobert werden konnte.

Ebenfalls in diesem Jahrhundert wurde Hwarang (Weg der Blumenblüten) entwickelt. Die geistige Grundlage des Hwarang Do bildeten Tugenden und Grundsätze, die an den Ehrenkodex des japanischen Bushido erinnern.

Der Sage nach war der Vater des Hwarangdo der Mönch Wong Kwang Bopsa.

Das Hwarang war die Kampfkunst der höheren Gesellschaft und wurde nur an die Söhne des Adels weitergegeben. Die Inhalte waren unter anderem die Kunst des Tanzes, Kenntnis von Literatur, Wissenschaft, Musik, Bogenschießen, Waffentechnik (Stock - Schwert) und unbewaffneter Nahkampf Es wurde auch die Ki- oder Chi - Energie-Lehre verbessert. Nicht Töten im Kampf wurde in diesen Zeiten hinten angestellt. Ebenfalls im 6. Jahrhundert n.Chr. herrschte in Sel La König Chin Heun(g)?. Er führte mehrere Kriege, vereinigte die Reiche und gab dem Land den Namen Korea (Land der morgendlichen Ruhe). In dieser Zeit versuchten China und Japan - jeder für sich - immer wieder mit Überfällen, Kaikje oder Sel La zu erobern.

Im 7. Jahrhundert n.Chr. verfügte Sel La schon über Spezialeinheiten (Sulsa), die sich auf allen Gebieten auskannten (z.B. Folter, Mord, Erpressung, Spionage, Sabotage, Kriegskunst), natürlich zum Wohle der Menschen in ihrem Land.

Konguryo und Paikje überfielen Sel La (der chinesische Kaiser Kdo Tsung) mit einem großen Heer. Paikje und Koguryo wurden besiegt und Teile des Nordens wurden an China abgetreten.

Etwa 935/ 936 n.Chr. wurde eine neue Epoche eingeleitet, die ungefähr 400 Jahre andauerte. Die Kampfkünste wurden gefördert und es entwickelten sich zwei Stilrichtungen des Kwonbop-Songe (ein sehr defensives System) und das Sorim (etwa wie Chin Kungfu).

1369 n.Chr. unterwarf sich das Koryo Regime der Ming Cynastie Chinas. Neben dem Buddhismus verbreitete sich die Lehre des Konfuzius. Tschong Mongdschu und General Lee stürzten Koryo und Lee rief die Lee- (oder Yi-) Dynastie aus. Sie dauerte bis 1910. Während der Lee-Dynastie erfolgte ein Verbot, Kampfkunst zu betreiben. Schwerter und Stöcke gerieten in Vergessenheit und es entstand die Kunst, mit dem Fächer zu kämpfen (Bu Chai Sul).