Hap Ki Do

Die Wurzeln reichen 3000 Jahre zurück in die Vergangenheit. Immer wieder von China und Japan beeinflusst, entwickelt sich über die Jahrtausende ein effektives Kampf- und Selbstverteidigungssystem.

Hap Die Harmonie, das Zusammenspiel zwischen Körper und Geist
Ki Die innere Kraftm körperliche und geistige Energie
Do Der Weg des Lebens, der (Selbst-) Erkenntnis, der Entwicklung
Der Weg ist das Ziel. Das Do wird fast in allen asiatischen Kampfstilen geführt.


Funktionsprinzipien des Hap Ki Do:
Prinzip des Kreises
Prinzip des Flusses
Prinzip der Einwirkung


Die Entwicklung der koreanischen Kampfkünste reicht mehr als 2000 Jahre zurück. Das Zusammenwirken von Körper und Geist macht Hap Ki Do's im Laufe Jahrhunderter zu einem effektiven Kampfsystem. Bis in unsere Zeit dauerte die Tradition an, dass Kampfkunst einer bestimmten Kaste vorbehalten war.
Hap Ki Do umfasst nach Aussagen von koreanischen Meistern 3000 bis 4000 Techniken mit dem Anspruch, gegen nahezu jeder Art von Angriff gewachsen zu sein. Hap Ki Do eignet sich durch die Kombination von harten und weichen Techniken und natürlichen Bewegungsabläufen besonders auch für Frauen.

Der Zweikampf ist so alt wie die Menschen selbst. Kein Wesen auf unserem Planeten widmet so viel Kraft und Energie der Kunst des Kampfes, der Vernichtung und des Tötens anderer. Seine im Laufe der Evolution erworbene Intelligenz und Fantasie stellt er Jahrtausende lang in den Dienst des Krieges. Bis zu dem heutigen Tag kann man die Fortschritte besonders im bezug auf Massenvernichtung bewundern, wobei jeder immer darauf hinweist, es sei nur zum Schutz.

Während man in Europa sehr schnell dazu überging, aus der Entfernung zu kämpfen und zu töten, blieb in Asien das Prinzip des Kampfes "Mann gegen Mann" erhalten. Große Krieger und Kämpfer errangen hohes Ansehen. Die Techniken des Hap Ki Do's und die Geschichte der Kampfkünste sind nicht zu trennen. Aus diesem Grund ein kurzer Überblick über die Entwicklung der koreanischen Kampfsysteme:

In Korea bestanden schon einige hundert Jahre v.Chr. Methoden und Systeme des unbewaffneten Nahkampfes. Leider gibt es in Korea - wie auch in vielen Teilen Asiens - keine schriftlichen Überlieferungen. Die mündliche Überlieferung ist nicht vollständig und im Laufe der Generationen wurde das eine oder andere vergessen oder hinzugedichtet.

Die Kampfkünste in Korea wurden aufgrund der geografischen Lage erheblich in Indien, China, Japan und anderen Ländern beeinflusst.

Der Sage nach soll der koreanische Herrscher, Koon Wang Kum, ca. 2000 Jahres vor Christus seine Kenntnisse der Kriegs- und Kampfkunst dazu benutzt haben, die besetzten Gebiete Hyum Doo, Jin Dun und Nan Nang, zu befreien und zu einen.

Zu dieser Zeit existierten die Kampfkünste Sado Mu Sul (Mool Sool), unbewaffneter Kampf mit Hand und Fußtechniken, Too Suk Sul (Steine schleudern) und Soo Loik Sull (Sandwerfen).